Familienstellen

 

Systemische Familienaufstellungen / Familienstellen
Zu meiner Arbeit:
Grundlage meiner Arbeitsweise ist die von Bert Hellinger entwickelte Systemische Familienaufstellung. Durch die Ausbildung bei und Zusammenarbeit mit Dietrich Weth konnte ich von 2002-2007 von einem reichhaltigen Erfahrungsschatz profitieren. Seit 2007 entwickle ich diese klienten- und lösungsfokussierte Arbeitsweise in eigener Praxis weiter. Dabei ist es mir wichtig, dem Aufstellenden eine spürbare und praktikable Lösung anzubieten.

Das Wort 'Lösung' gewinnt dabei doppelte Bedeutung: es gibt einen Lösungsweg und man löst sich innerlich, wird freier, glücklicher.

Auch bei dieser Arbeitsweise gibt es im klassisch psychologischen Sinne eine Zielvereinbarung im voraus. Häufig zeigen sich Lösungswege aber nicht am aktuellen Problem, sondern verweisen uns darauf, die eigene Lebenshaltung zu verändern. Das Familienstellen bietet eine hilfreiche und einfache Methode, um dies zu erreichen. Gegenwärtige Probleme verlieren in dem neugewonnenen Licht an Bedeutung, lassen sich leichter klären oder lösen sich sogar fast wie von selbst auf.

Das Familienstellen ist eine tiefgehende und erkenntnisreiche Selbsterfahrung. Die Teilnahme geschieht in eigener Verantwortung. Falls vor oder nach der Teilnahme an einem Seminar Bedarf nach weiteren oder klärenden Gesprächen aufkommt, besteht die Möglichkeit, mich zu kontaktieren.

 

Das Familienstellen, einfach beschrieben:
Im Wesentlichen geht es bei der Familienaufstellung darum, den eigenen, optimalen Platz in Bezug auf die Ursprungsfamilie zu finden. Damit erhöht sich in der Praxis auch das gegenwärtige Wohlbefinden. Wo die Liebe nicht gelebt wird, entstehen seelischer Schmerz und Krankheit. Auch wenn die reale Beziehung zu den Eltern oft von vielen Verletzungen und Widrigkeiten geprägt ist, so hilft die Aufstellungsarbeit, ein Gefühl dafür zu bekommen, was man selbst braucht. Oftmals ist es schwer, sich das überhaupt einzugestehen. Ein wichtiger Schritt ist, diese Bedürftigkeit nach außen zu zeigen und sich zu holen, was man braucht, um gesund zu werden.

Mit selbstgewählten Stellvertretern aus dem Kreise der Seminarteilnehmer gelingt es leichter, alte Verhaltensweisen als solche zu erkennen. Meist sind dies 'Überlebensstrategien', die einst halfen, bedrohlich empfundene Situationen zu meistern. Auch als Erwachsene handeln wir noch oft aus diesen alten 'Not'- Mustern.

Durch die anfängliche Beobachtung des Stellvertreters ist es leichter, den Mut für eigene Schritte zu fassen.
Woher wissen die Stellvertreter, worum es geht und was sie zu tun haben? Diese Frage beunruhigt so manchen, der zum ersten Mal mit Familienaufstellung in Berührung kommt.

Keiner der Teilnehmer benötigt Fachkenntnisse oder Hintergrundwissen. Ist man bereit, den eigenen Impulsen und Gefühlen zu folgen und sie mitzuteilen, reicht das aus. Die wenigen Informationen, die der Aufstellende dem Seminarleiter gibt, dienen oft als Bestätigung dessen, was die Stellvertreter bereits durch Gestik, Mimik und Haltung angedeutet oder in Worten geäußert haben.

Manchmal zeigen sich alte, über Generationen weitergetragene Verstrickungen und Problematiken. Kollektive Erfahrungen einer Generation, wie z.B. Krieg, Vertreibung oder Flucht hinterlassen Spuren, die sich individualpsychologisch häufig nicht bewältigen lassen. Hier bietet die Aufstellungsarbeit die Möglichkeit, solche leidvollen Erfahrungen in einem größeren Zusammenhang zu lösen.

 

Der Beobachter:
Auch wenn Sie selbst nicht aufstellen, sondern nur als 'Beobachter' teilnehmen, so werden Sie dabei in jedem Falle auch:
- Ihr Bewusstsein für eigene Beziehungsstrukturen erweitern
- Lösungsmöglichkeiten für eigene Probleme an ähnlichen Beispielfällen erkennen
- neue Wege eröffnet bekommen, die Ihr Verständnis menschlichen Handelns vergrößern
- die Möglichkeit haben, stellvertretend für eine Person in deren Aufstellung zu stehen
- über die Stellvertreterrolle Ihr Einfühlungsvermögen entdecken und schulen
- im emotionalen Erleben ihre Wahrnehmungsfähigkeit für sich und andere vertiefen.